Mittwoch, 25. Februar 2015

Lonicera x purpusii im Topf



Doch, nun bin ich in mehrfacher Hinsicht froh, dass sich Manches 
ganz anders als geplant entwickelt: Denn diesen Topf mit einer 
winterblühenden Dufteckenkirsche - Lonicera x purpusii, hatte 
ich mir im vorletzen Winter bei Glende für unseren Wildwuchs-
garten bestellt. Aber nachdem ich mich dank www etwas mehr 
mit Heckenkirschen beschäftigt hatte, konnte ich mich anhand 
der Beschreibungen und Abbildungen nicht entscheiden, ob nun 
Lonicera x purpusii besser in unseren Wildwuchsgarten passen 
würde. Und da ich mir nun auch nicht sicher war, welche 
winterblühende Heckenkirsche ich nun eventuell irgendwann 
von Glende bekommen würde, bahnte sich das Sammlerherz 

Etwa Mitte März stand dann auch bei Glende eine üppige, 
aber noch nicht blühende Purpusii zur Abholung bereit. Und 
die sollte nun als besonderer Winterakzent in meinen weißen 
Vorgarten in Braunschweig. Doch als meine Mutter das Schild 
und wenig später eine einzige Blüte sah, war sie der Meinung, 
dass der Vorgarten schon viel zu voll sei. Und so ein Strauch 
wäre auch viel zu schade, um nur für Leute auf der Straße da 
zu sein. Sie würde sich lieber im Garten hinter dem Haus an 
ihr erfreuen. Einen Platz hatten wir ihr gedanklich auch 
schon reserviert. Nur schlug ich meiner Mutter vor noch auf 
die Blattform & Farbe zu warten, denn im Sommer trägt sie 
nur Blätter & Beeren. Aber dann kam alles ganz anders
Und meine Mutter fluchte so manches Mal, dass sie diese 
durstige Kübelpflanze nun auch noch den Sommer über 
ständig gießen musste. 

Erst Mitte November kam meine Gartenlust allmählich zurück. 
Aber so ganz zufrieden war ich mit dem reservierten Standort 
inzwischen auch nicht mehr. Und da mir zu der Zeit Deko 
Purpusii weiterhin als Kübelpflanze im Garten stehen. Erst, 
kam sie unter das schützende Glasdach im Wintergarten. Dort 
blieb der Topf bis heute. Denn das ist ihre erste so herrlich 
frisch duftende Blüte. Und nun steht der Kübel am Haus neben 
der Gartentreppe. Denn hier kann sich meine Mutter auch 
bei schlechtem Wetter an ihr erfreuen, und den Duft auf 
dem Weg zum Futterhaus am alten Apfelbaum genießen - 
soweit das ihre Schnupfennase im Moment zulässt.

Und typisch Frau: Inzwischen habe ich mich entschieden, 
Treppenhaus stehtnach der Blüte zu meiner Mutter umzieht. 
Denn für ihre beengteren Beetverhältnisse ist für einen etwas 
schlankeren Strauch eher ein geeignter Platz zu finden. Dafür 
soll ihre recht ausladende Heckenkirsche im Laufe des Jahres 
an die Stelle kommen, wo eben noch der Bambus hinter dem 
Teich zwischen Magnolie und Hochwald steht. Und vielleicht 
klappt es irgendwann sogar mal mit der Stecklingsvermehrung 
nach dem Formschnitt. Oder, dass aus ihren leuchtend roten 
Beeren Kinder entstehen. Dann würde so ein Kind sogar noch 
den winterlichen weißen Vorgarten bereichern können…

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Maria hat gesagt…

Guten Tag den Besitzern des schönen Gärtchens.
Meine Suche nach Pflegetipps für die Lenzrose "Ruby Star" hat mich hierher geführt.
Den Gedanken, dass sie im Kübel uns und Vorbeigehende erfreuen sollte, hatte ich auch.
Nur - wohin kommt sie im Sommer, Herbst, winter ...?
Sie werden mir das bestimmt "verraten".
Dazu muss ich sagen - bei uns ist lange Winter - es gibt noch eine kleine Ecke in unserem Garten mit verharschtem Schnee - heute Morgen waren es satte 5°C - minus!
Aber Winterlinge, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokus - die leuchten und läuten auch bei uns den Frühling ein.
Schönen Sonntag - und herzliche Grüße.
Maria

SchneiderHein hat gesagt…

@ Maria
Ups, den Kommentar habe ich eben erst entdeckt …

Ja, die Vorstellung, dass man diese Winterblühende Heckenkirsche während der Blütezeit im Vorbeigehen genießen kann, hatte mich dazu veranlasst die 3 Sträucher vorerst im Topf zu lassen. Aber sie sind sehr wuchsfreudig, so dass ich alle im Frühjahr 2014 gekauften Sträucher jetzt von ihrem engen Topfdasein befreien muss.
Lonicera fragrantissima habe ich vor einigen Wochen ins Wäldchen gepflanzt, da sie zu sehr kümmerte.
Lonicera purpusii scheint dagegen etwas unempfindlicher zu sein. Bei meiner Mutter blüht sie trotz viel zu engem Topf wunderschön. und meine habe ich nun zu Beginn der Blüte schnell umgetopft. Seitdem dankt sie es mir nun auch mit Duft und Blüten :-)
Überwintert haben meine beiden Töpfe am Haus in einem Übertopf, den ich mit Laubmulch aufgefüllt hatte. Und im Garten meiner Mutter stand die Pflanze mit dem Plastikcontainer im Terracotta-Topf im unbeheizten Wintergarten. Allerdings hatten wir kaum Fröste in diesem Winter. Nur drei Tage gab es Dauerfrost. Da hat der Breitengrad von Hannover/Braunschweig wohl ein ganz anderes Klima …
Allerdings haben meine anderen Kübelpflanzen auch schon andere wesentlich kältere Winter gut überstanden. Dazu habe ich die Plastiköpfe im Erdreich eingegraben und ab und an an frostfreien Tagen gewässert.
Und zukünftig sollen die Töpfe in großen Leichtbetonkübeln überwintern, die ich mit Schaumflocken (Verpackungsmaterial) auffüllen werde: http://schneiderhein.blogspot.de/2015/02/der-nachste-winter-kommt-bestimmt.html

Im Sommer mag sie es wohl nicht so sonnig, aber doch luftig. Sie stand bei meiner Mutter auf der Nordseite, war aber auch dort häufig recht durstig. Spätestens nach der Blüte im nächsten Frühjahr sollen allerdings auch die beiden Purpusiis ins Land, damit sie diesem herrlichen Strauch dann endlich nacheifern können: http://garten-liebe.blogspot.de/2015/03/fruhbluherheckenkirsche-lonicera.html

Und falls sich die Frage auf Lenzrosen bezieht, so ist die Antwort sehr ähnlich. Nur umhüllt meine Mutter in sehr kalten Wintern die Plastiktöpfe mit Luftpolsterfolie und stellt sie in die Übertöpfe. Notfalls deckt sie sie auch zeitweilig mit Luftpolsterfolie ab.
Bei mir kommen die Lenzrosentöpfe in sehr kalten Wintern mal bis zu 2 Wochen in die kalte Garage oder auch mal in den kühleren Flur. Aber dort leiden sie. Besser sind sie draußen aufgehoben. Nur auch da ist das Wässern wichtig.