Mittwoch, 18. Februar 2015

Das geht doch zu fix ...



Während hinten im Wildwuchsgarten der Kirschlorbeer 
an der recht besonnten Ostgrenze heute gerade mal 
ganz kleine Knospenansätze zeigt, ist der Kirschlorbeer 
in unserem besonnten Vorgarten auf der Westseite 
wieder einmal sehr vorwitzig. Im vorletzten Winter 
gekostet. Aber im Frühjahr 2013 - mit den späten und 
sehr kalten Kahlfrösten mussten viele Pflanzen leiden. 

Doch an dieser verfrühten Blütenentwicklung trage ich 
nun vielleicht sogar eine Mitschuld. Denn es ist doch 
sehr ungewöhnlich, dass seine Blütenrispen trotz der 
anderen immergrünen Gehölze vor der Küchenfenster 
schon jetzt so weit entwickelt sind ...

Eventuell ist es hier die Weihnachtsbeleuchtung 
der Auslöser für diese vorschnelle Entwicklung. 
Sie brennt nämlich noch immer einige Stunden
in den Zweigen vor dem Küchenfenster ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Da hab' ich jetzt nun leider keine Vergleichsmöglichkeit mehr. Im Waldgarten waren viele große Kirschlorbeeren. Hier haben wir nur kleine Zöglinge, die brauchen noch Zeit. Na, da bin ich ja mal gespannt. Aber unser Garten ist ansonsten auch ein sehr windiger Garten, nicht sehr geschützt ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich habe ja ansonsten noch den Vergleich zu 2 Kirschlorbeersträuchern in BS, die beide nochmals im Herbst eine Nachblüte hatten. Aber ie sind vergleichsweise noch weit zurück. So, wie der bei uns an der Ostgrenze. Standorte sind wirklich eine spannende Sache, wenn man Vergleichsmöglichkeiten hat.

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Hier bin ich nun auch nochmal gelandet - in 2015 ... aber in jenem Jahr sah ich auch schon sehr früh Kirschlorbeer blühen. Das scheint teilweise wirklich sehr unterschiedlich zu sein. Im November des gleichen Jahres (2015) sah ich an manchen Stellen übrigens eine Zweitblüte des Kirschlorbeers, wie hier

http://mein-waldgarten.blogspot.de/2015/11/eine-kirche-im-garten.html

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Bei einem Kirschlorbeer ist die Zweit- und bisweilen die Drittblüte nichts ungewöhnliches. Das liegt wohl auch am zeitigen Rückschnitt. Erstaunlich finde ich nur, dass der vor dem Haus wieder extrem unter dem Winter gelitten hat. Er kam kaum zur Blüte. Während die 4 bei meiner Mutter, die etwas versteckter und schattiger stehen, traumhaft geblüht haben. Unser war im Januar beim Wintereinbruch wohl schon zu weit. Den muss ich nun bald mal wieder stark einkürzen. Vielleicht blüht er dann auch im nächsten Jahr auch mal wieder zeitgemäßer. Ich hatte ihn schon lange nicht mehr geschnitten, da ich ihn als Sichtschutz zur Straße schätze und die Vögel dort auch ein geschütztes Plätzchen haben ...

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Ach so - denn im Waldgarten konnte ich derartiges nicht so beobachten. Übrigens soll der Frost nicht die Ursache für das Absterben des Kirschlorbeers sein, wie ich kürzlich irgendwo las sondern das Vertrocknen bei Frost!
Und auch wenn er als Umweltsünder gilt, schätze ich ihn eben auch wegen seines schnellen Wachstums und als immergrünen Sichtschutz.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Trockenschäden hat meiner im Vorgarten in diesem Jahr sicherlich auch. Aber das hat wohl eher etwas mit dem Standort zu tun. Aber im Winter 2009/2010 und danach sind mir 2 Kirschlorbeersträucher tatsächlich im Winter durch die Verdunstung vertrocknet.
Ihn als Umweltsünder zu bezeichnen finde ich wirklich Quatsch. Denn irgendwer hat die Beeren zum Fressen gern - sonst würden ja nicht plötzlich überall Sämlinge auftauchen. Ich tippe da auf die Amseln …
Und als Blühwunder, Sichtschutz und Wind- & Wetterschutz ist er ideal - nicht nur im Winter. Aber inzwischen wird es mit dem Ökogedanken im Garten auch übertrieben. Meiner Meinung macht es die Mischung. Nur wenn es entlang der Grenze dann eine meterlange Monokultur aus Wachholdern, Fichten oder Kirschlorbeer gibt, dann macht das Meiner Meinung nach wenig Sinn. Zumal solche Hecken ja auch gern genau zur Brutzeit mit der Heckenschere schön gerade geschnippelt werden.
Allerdings baute vor einigen Tagen eine Drossel sogar in der Wachholderhecke, die Mülltonne unserer Nachbar auf dem Hof verdecken soll. Doch den Bauplatz hatte ein Eichhörnchen entdeckt und machte sich mit einem Ei auf und davon. Doch leider verlor es das Ei dann auch noch auf der Flucht, so dass es ungenutzt auf unserem Hof auslief. Drosseln sind bisweilen recht schlampig bei der Auswahl ihres Bauplatzes. Aber wenn das Angebot fehlt ...

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Naja, ich seh' das auch nicht so eng - habe íhn schließlich auch im Garten und sogar Jungpflänzchen weiterin an den Zaun gesetzt, an Stellen, wo es mir doch daerhaft zu nackt wäre.
Und doch ist da schon was dran, was der NABU schreibt - aber daß eine Betonmauer ökologisch wertvoller sein soll ;-) ;-) ;-)

http://nabu-bremen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1314:nabu-warnt-vor-kirschlorbeer&catid=99:gartentipps&Itemid=614

Aber wie alle im Leben hat eben auch das zwei Seiten ...

Ist ja schade mit dem Drossel-Ei ... wußte ich noch gar nicht, daß Eichhörnchen auch Eier rauben.