Freitag, 16. Januar 2015

begrünter Hof


Endlich, der Anfang ist gemacht. Auch wenn es noch 
ziemlich ungeordnet aussieht, die ersten Buchsbaum-
Abschnitte sind im Totholz am Haussockel auf dem 

Straßenrand und einem üppigen Totholzhaufen mit 
hatte ab 2012 so einige Tücken im Detail ... 

Denn zunächst mangelte es plötzlich an Holz. Zwar fallen 
wieder reichlich Äste an. Aber die Stämme der beiden alten
garten und neben der Garage konnte ich leider nicht mehr 
verwenden. Früher trugen diese Äste über Jahre dazu bei 
unsere 'Kompost'-Umrandung im Hochwald wachsen zu lassen. 
Aber wahrscheinlich sind die beiden Bäume meiner Mutter 
von einem zerstörungswütigen Käfer befallen, den ich mir 
mit dem Holz eventuell auch in unseren Garten einschleppen 
könnte. Mir reicht schon die drohende Gefahr, die von einer 
Korkenzieherweide einige Straßen von uns entfernt ausgeht.

Und auch von der Birke im Garten meiner Mutter fallen 
immer wieder reichlich schöne Äste & Stämme an. Nur ist 
einiges empfindlicher als mein jahrelanger treuer Begleiter 
der Peugoet 205. Mit ihm konnte ich sogar bedenkenlos 
Braunschweig nach Hannover in unseren Garten befördern. 

Also sind wir nun seit Herbst 2012 auf Eigenproduktion 
angewiesen, um am Haussockel schöne markante Stämme 
aufzuschichten. Und es ist gar nicht so leicht oder auch zu 
zu bewegen. Außerdem benötigt die Kompost-Umrandung 
im Hochwald auch immer mal wieder frisches Baumaterial, 
um nicht komplett auseinander zu fallen. Und so mancher 
um unsere wuchsfreudigen Pflanzen zumindest etwas an 
der Auswanderung in angrenzende Gärten zu hindern. 
So verteilt sich ein Teil des Holzes schon hinten im 
Wildwuchsgarten, bevor es überhaupt in die Nähe 
des Südhofes kommt.

Doch im Dezember bekam ich plötzlich reichlich 'Holz 
vor die Hütte'. Das hatte ich allerdings unserem Nachbarn 
zu verdanken, der Wolfgang freundlich darauf hinwies, 
zieherweide hinter der Garage schon wieder zum extrem
nervenden 'Überläufer' wurde. So gab es dann endlich 
genug Stämme und Zweige, die vor dem Haussockel 
verteilt werden konnten. 

ziemlich unordentlich aus. Und ich muss zugeben, um 
den Anblick beneide ich unsere Nachbarn wirklich nicht, 
wenn sie zur Haustür herauskommen. Aber da wir sehr viel 
Wachholder und andere immergrüne Gehölze wie Ilex,
Kirschlorbeer sowie Buchsbaum im Wildwuchsgarten 
haben, die regelmäßig geschnitten werden müssten, 
wollte ich in der kahlen Zeit von Herbst bis zum Frühjahr 

Doch mal verhinderte es Zeitmangel, dann mein fast 
jedes Jahr so 'beliebter' hartnäckiger Winterhusten, und 
das Wetter ist auch so ein Hindernis, dass der Sockel 
oftmals nicht so aussieht, wie er eigentlich in den Winter-
monaten aussehen könnte. In diesem Jahr waren die 
ständigen Winterstürme daran schuld. Denn ich hätte 
wohl alle paar Tage das zwischen die Hölzer gesteckte 
Grünzeugs aus der Nachbarschaft einsammeln müssen …

Da wir wohl kaum noch viel Winter bekommen werden. 
unterwegs sind, dürfen die ausufernden Wachholder nun 
teilweise noch bis zum nächsten Winter weiter wachsen. 
Aber dafür ging es heute dem Buchsbaum an den Kragen. 
Zwar noch nicht so viel wie möglich, aber der Anfang ist 
gemacht. Denn beim Entfernen der teilweise mit der 
ich feststellen, dass zwei der schwächeren Pflanzen 
von Buchsbäumen überwuchert waren. Da befreite 
nun schnell die Schere die vorwitzigen Pflanzen, und 
die 20 - 30cm langen Buchsbaumabschnitte begrünen 
jetzt den Totholzhaufen.

Foto: S.Schneider


Nachtrag Samstag, 17. Januar 2015:
Heute war ein herrlicher Gartentag. Und ganz fix hieß es 
der Jahre unter der Zwetschge so zusammen gewachsen
dass sie einen Busch ergaben. Und da ich seit Bekannt-
werden der Buchsbaumkrankheit einen luftigeren und 
wesentlich lockeren Wuchs für all' unsere Buchsbäume 
bevorzuge, bekamen sie nun einen gemeinsamen Form-
schnitt. Dabei fiel so viel Material an, dass der Sockel 
Wasserpflanzen auf dem Hof jetzt endlich grün sind …


Kommentare:

Kathinka hat gesagt…

Dein Post vom Freitag erscheint erst heute auf meinem Dashboard..? Da habt ihr ja schon allerhand Totholz angesammelt! Das Geäst der Korkenzieherweide ist sehr dekorativ, ich nutze es immer für die Osterdekoeier. Korkenzieherhasel ist ja noch etwas knorriger, aber leider habe ich u.a. eine Haselallergie.Ich hatte letztens auch die Idee, mir einige kleinere Birkenholzstämme als Sichtschutz zu besorgen, muß aber erst noch den Kontakt zu der Försterei aufnehmen, denn die werde ich wohl nicht einfach so aus dem Wald abtransportieren dürfen. Birkenhölzer finde ich ausgesprochen dekorativ. Und habe ich das richtig verstanden? Du schneidest um diese Jahreszeit deinen Buxus? Ich mache das immer nur im Juni, weil er an den Schnittkanten doch sehr frostempfindlich sein soll.
LG Kathinka

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kathinka
Diesen Post konntest Du auch nicht früher sehen, da ich ihn erst gestern früh geschrieben und veröffentlicht habe ;-)
Da ich unsere Blogs wirklich als Tagebuch nutze, schreibe ich meist mit dem Post-Datum, wann etwas tatsächlich geschah bzw. das Foto aufgenommen wurde. Denn ich stelle immer mehr fest, dass das Wetter und andere Umstände das Aussehen unseres Gartens erheblich beeinflussen. Über die Jahre ist es wirklich interessant Vergleiche anzustellen wie früh oder spät das Gartenjahr begann, wann es plötzlich Kälteeinbrüche gab etc. Da relativiert sich nämlich plötzlich einiges. Und ich lerne immer mehr mit den Natur oder meinem Bauchgefühl zu gärtnern, anstatt nach dem Kalender …
Das Datum für Deine Posts kannst Du übrigens minutengenau auf der rechten Seite unter 'Planen' einstellen. So kann ich dann zum Beispiel auch die Reihenfolge meiner Posts innerhalb eines Tages später noch umsortieren.

Ja, das Totholz. Andere kaufen Insektenhotels oder bauen kleine Bereiche, wo sich die Tierchen aufhalten sollen und bei uns sind es eben absterbende oder tote Bäume, und reichlich Stämme und Äste, die den Garten strukturieren oder Teile stützen. Auf dem Blog Wildwuchs gibt es dazu das Label 'Totholz'.

So viel Korkenzieherweide kann ich gar nicht verwerten, auch wenn wir bei meiner Mutter und bei uns gern die Nachbarschaft versorgen, bleibt immer noch genug zum Shreddern übrig. Denn da kommen schnell 3 bis 5m hohe Äste zusammen. Also wenn Du zu Ostern was brauchst - allerdings liegt Ostern wieder so spät, da müsste man die Weidenzweige wohl bald kühl lagern, damit sie zu Ostern nicht sattgrün sind ;-)

Korkenzieher-Haselzweige werde ich mir aus dem Garten meiner Schwiegermutter aus OS demnächst noch mitnehmen, bevor das Haus verkauft wird. Da steht ein traumhafter alter großer Strauch …

Stimmt, im Wald 'wildern' würde ich auch nicht. Die Birke meiner Mutter ist mir auch schon wieder entglitten, wie ich letzten Mittwoch in BS feststellen musste. Da sind trotz regelmäßigem Schnitt schon wieder 4 bis 5m zu viel über dem gekappten Stamm. Aber da habe ich inzwischen ja leider Transportprobleme.
Im letzten Jahr hatte ich einige Birkenäste auf dem Vogelfuttertisch liegen, das sah wirklich lange Zeit sehr dekorativ aus. Vor allem, wenn da die Vögel drauf rumhüpften :-)

Einen Kugel-Nachschnitt bei Buchsbäumen mache ich meist von April bis September - je nachdem wie viel imumfang runter muss.
Aber hier habe ich 20 bis 50cm lange Zweige bis weit ins innere des Busches geschnitten. So, wie ich es auch bei Eiben, Wachholder etc. handhabe. Da schneide ich an frostfreien Tagen je nach Bedarf für die Deko etwa 1/3 heraus, damit er von innen auch wieder begrünt. Diese Vorgehensweise hat mir bisher kaum eine Pflanze übel genommen. Und insgesamt war es eine gut gefüllte Ikeatasche, die ich da herausgeschnippelt hatte.
Wenn Du Deine Eibe in Form halten möchtest und nicht eine streng geometrische Hecke bevorzugst, dann kannst Du Dir auch für die Winterdeko oder als Winterschutz für empfindliche Pflanzen immer mal wieder auch an Wintertagen längere Zweige herausschneiden.
Außerdem hatte ich zuvor den Wetterbericht angesehen.Und wusste, dass wir in den nächsten Tagen maximal -2°C bekommen sollten. Die Kälte dringt aber meist gar nicht in die Tiefen des Strauches vor - dort wo sich die Schnittstellen befinden.