Freitag, 9. August 2013

Wegwarte & Co










Nach diesen heißen Sommertagen hätte ich gar nicht erwartet, 
dass uns die Wegwarte auf dem südlichen Hof zwischen dem 
Totholz direkt am Haussockel noch so viel Freude bereiten könnte. 

Das bisher erste Mal war im Sommer 2009, als sich eine Wegwarte 
aus Samen in den Pflasterfugen unseres Hofes entwickelte. Mein 
Versuch einen Ableger von meiner Mutter auf unserem Hof im Topf 
zu halten, war im Sommer 2010 nur von mäßigem Erfolg gekrönt - 
sie war leider bald vertrocknet.

Glücklicherweise konnte ich nochmals im Frühjahr 2012 einen 
Ableger von dieser Pflanze am Hauseingang aus dem Garten 
meiner Mutter erhalten. Der stand zwar auch im Topf, war aber 
nun von Erde und Totholz umgeben. Und eine Teichfolie vor
dem Haussockel sorgt dafür, dass das Gießwasser nicht gleich 
versickern kann. Nun hoffe ich, dass sich die entstehende Saat 
der Wegwarte in diesem Erde, Mulch- & Holzgemisch wohl fühlt 
und viele kleine Ableger entstehen ...

Denn vor der Korkenzieherweide im Kübel muss man 
zur Zeit noch sehr genau hinschauen, um ihre herrlichen 
himmelblauen Blüten zu erahnen.

Die kleinen Blüten von Feinstrahl sind da irgendwie auffälliger. 
Während die Kamille-Saat vom Frühjahr kein einziges Pflänzchen 
hervorbrachte, tobt sich Feinstrahl überall in den Hof-Fugen aus. 
Schon so manches ausgesamte Kind musste ich herausreißen oder 
zumindest vorläufig für Gartenvasen köpfen. Denn zeitweilig 
waren einfach zu viele dieser teilweise 80cm hohen Blümchen im 
Weg. Vorzugsweise standen die natürlich genau an der Grenze 
zum krautfreien Nachbarhof. Genau wie der Staudenlein und die 
einzigen 3 Kornblumen, die aus 3 Saatpackungen entstanden ...

So wäre eigentlich der idealen Sommermix für den Haussockel: 
Feinstrahl nicht zu hoch, dazu das herrliche Blau vom Borretsch 
und sogar der Schneefelberich. Während er mir hinter dem Haus 
ein kleiner Frühjahrsableger hier eine erstaunlich gute Figur.

Heute wollte mir der Borretsch jedoch kaum blaue Blüten 
zeigen, hat aber noch so einiges in der Hinterhand ...

Im Vergleich zu früheren Jahren blüht nun schon einiges mehr 
auf dem heißen Südhof zwischen dem geschichteten Totholz 
am Haussockel. Teilweise zeigt sich am Rand die Schafgrabe, 
die pfirsichblättrige Glockenblume blüht ab und an nach. Und 
diese violette Glockenblume ist ein herrliches 'Unkraut'. Selbst 
Walderdbeeren halten sich zur Zeit im Untergrund und Zitronen-
melisse gedeiht optimal. Nur die wilde Möhre, die ich so gern 
mit der Wegwarte kombinieren möchte, weigert sich noch immer 
hier Fuß zu fassen. Dabei wächst sie doch bereits zwischen der
Hecke & dem Hof im Vorgarten - dort, wo sie eigentlich nicht 
hingehört. Denn sie wirft sich ständig Fußgängern in den Weg. 
Aber vielleicht schafft es im Laufe der Jahre ja doch noch ein 
Saatkörnchen einen genehmen Platz zu finden, um dann 
hoffentlich zusammen mit der Wegwarte zu blühen ...

Fotos: S.Schneider


Und wer jetzt noch mehr faszinierende Bilder von verschieden-
farbigen blau- und sogar weißblütigen Wegwarten sehen möchte, 
der sollte hier auf dem Blog 'Klasse im Garten' vorbeischauen.


Kommentare:

HERZ-UND-LEBEN 2 hat gesagt…

Vielleicht ist es in dem Bereich doch zu dunkel, wenn die Wilde Möhre da nicht wachsen will?
Wir hatten die im Waldgarten auch nie, obwohl sie ja in der Nähe wuchs. Nur den Wiesenkerbel ganz hinten, wo eben doch noch ausreichend Licht von der Straße hereinfiel.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Vor der Fassade ist volle Südseite. Daran kann es eigentlich nicht liegen. Aber in diesem Herbst konnte ich reichlich Saat verteilen - vielleicht klappt es im nächsten Jahr ...