Donnerstag, 18. April 2013

3 Lenzrosenbeete


Bis Mitte der 80er kannten wir nur die Christrose - Helleborus niger
von der meine Mutter Anfang der 70er aus einem Bauerngarten bei 
Hildesheim einen Ableger geschenkt bekam. Diese Pflanze unter 
dem Apfelbaum am Haus wurde gehegt und gepflegt, denn zu der 
Zeit war sie eine kleine Besonderheit im winterlichen Garten. Und 
außerdem erinnerte sie auch an die wild-romantische Heimat dieses 
kleinen Katers, der dann über 18 Jahre sein Leben mit uns teilte ...

Doch erst mit dieser rosa Helleborus orientalis rechts neben 
dem Buchsbaum fing die Helleborus-Leidenschaft vor vielen 
Jahren richtig an. Inzwischen gibt es von ihr schon zahlreiche 
Kinder, die zunächst auf der rechten Seite des Weges zwischen 
dem Lerchensporn einen Platz fanden. Später verteilten sich 
Sämlinge im Apfelbaum-Beet in der Mitte des Rasens, im Rosen-
beet auf der Südseite, unter der Sauerkirsche und ein paar der 
Pflanzen sind sogar vor einigen Jahren in unserem Vorgarten in 
Hannover angekommen. Die weiß-getupfte Lenzrose ganz links
 im Bild kam erst viel später in den Garten.

Und hier reihen sich nun von links nach rechts Helleborus 'Silvermoon' 
und die Helleborus orientalis in apricot-rot, die weiße mit den zarten 
violetten Adern und die gefüllte weinrote. Im letzten Jahr waren fast 
alle Blüten verfroren und auch in diesem kalten Frühjahr sah es zeit-
weilig so aus, als ob von den Knospenansätzen kaum etwas zur Blüte 
kommen würde. Doch nun sind sie üppiger als je zuvor.

Und bei diesem Sämling der ersten rosa Lenzrose kann ich mich 
noch gut erinnern, wie meine Mutter und ich vor einigen Jahren 
heiß diskutierten, ob sie nun zu dicht an der Rasenkante vom 
Apfelbaum-Beet steht oder nicht. Zum Schluß setzte ich mich 
durch, und sie durfte dort stehen bleiben. Im Vergleich zu ihren 
älteren Geschwistern im Hintergrund, besitzt sie mehr Blüten 
und noch dazu ein rosa-cremeweiß. Allerdings steht sie so sonnig, 
dass sie im Sommer oft leidet und dann reichlich Wasser benötigt. 
Halbschattigere Standorte sind meist günstiger für diese Pflanzen.

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Ist das in Eurem oder im Garten Deiner Mutter? Schaut ja chic aus mit der Buchshecke.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Das Label 'Der Zweitgarten' bezieht sich auf den Garten meiner Mutter hinter dem Haus bzw. den Hof. 'Unser Vorgarten' ist das wilde Teil mit den beiden Höfen in Hannover und 'Mein weißer Vorgarten in BS' erklärt sich wohl von selbst ...

Tja, mal schauen, wann bei ihr der Buchsbaum-Pilz, Zünsler oder anderes zuschlägt. Das wäre besonders für die Wintermonate schade.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Dachte ich mir im Grunde auch. Ist die Rasenkante ohne Begrenzung? Und wenn, wie macht Deine Mutter denn das? Denn das Gras wächst ja immer wieder in die Beete hinein ...
Ich wollte mir zu dem Zwecke wenigstens Ziegelsteine verlegen, womit ich schon begonnen hatte, aber sie reichen nicht und nun suche ich nach einer Quelle ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Rasenkanten mit dem Spaten abstechen und die Graspflanzen notfalls aus den Beeten herausnehmen. Zum Mähen hat sie im Sommer zeitweilig Gitter, mit denen sie die Pflanzen aufstellt, damit sie nicht versehentlich abgemäht werden. Rasenkantensteine gefielen uns nie.
Aber vielleicht wird der Rasen im nächsten Jahr endlich abgeschafft und in Plasterflächen und Beete verwandelt. Das macht dann endlich weniger Arbeit.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das ständige Abstechen wollte ich mir gern ersparen, denn der Rasen wächst ja immer wieder in die Beete, das weiß ich noch aus einem früheren Garten. So viel Zeit habe ich für all das nicht mehr. Manche Rasenkanten gefallen auch mir nicht, aber Ziegelsteine mag ich schon. Vor allem erfüllen sie einen nützlichen Zweck. So viel Rasen hätte ich auch nicht unbedingt, aber es würde noch mehr Arbeit machen, wenn wir die bepflanzten Bereiche vergrößern würden und das schaffen wir nicht. Dies ist ja kein alt eingewachsener Garten.
Aber vielleicht gelingt's ja - bei Deiner Mutter ...

Liebe Grüße nochmal
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Also wir stellen immer häufiger fest, dass Beete - vorausgesetzt sie sind nicht zu tief & werden gemulcht - eigentlich wenig Arbeit machen. Nur blöd, wenn sich dort Giersch oder Hopfen breit macht, was man dort nicht haben will ;-)
Bei meiner Mutter funktioniert der Mix aus Stauden, Rosen, Sträuchern und immergrüner Bepflanzung seit Jahren erstaunlich gut. Unkraut jäten kennen wir dort schon lange nicht mehr. Eigentlich nur schneiden & shreddern ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das ist klar, das war im Waldgarten nicht anders. Nur BIS es erst einmal so weit ist, bis alles eingewachsen ist, das dauert ja und bis dahin macht es eben doch eine Menge Arbeit, von der Beetanlage - bis alles iengewachsen ist, muß man auch ständig jäten, damit die Pflanzen sich gut entwickeln können. Und eben das schaffen wir nicht mehr. Im Prinzip hatten wir im Waldgarten - bis auf das viele Laub - weniger Arbeita ls hier. Aber das wußte ich dort ja schon. ;-)

Liebe Grüße
Sara