Dienstag, 20. November 2012

Wenn Herr Hein ...


... ein gegrilltes Hähnchen von einem Imbißstand mitbringt, dann hat das einen ganz besonderen Grund:

Dass so ein Hähnchen auch sogar mal Allegra schmeckt, von Maus begeistert gefuttert wird und auch für uns noch etwas übrig bleibt, ist eigentlich eine reine Nebensache. Denn Herr Hein braucht Knochen! Wofür? Natürlich für den weltbesten Naturforscher im Garten! Wir dürfen also gespannt sein, wann Linus Hähnchen - äh Saurier-Knochen entdeckt ...

Aber nicht nur das hat Unterhaltungswert: Eigentlich ist Herr Hein der Koch in unserem Haushalt. Und um saubere Knochen für sein Vorhaben zu erhalten, schlug ich ihm vor das Gerippe doch einfach abzukochen. So hätte ich gleich eine gute Grundlage für eine Zwiebelsuppe, die ich zur Hustenbekämpfung einsetzen wollte. Doch daraus wurde nix ...

Denn wenig später sah der Topf so aus:

Zu wenig Wasser im Topf zwang uns in der Nacht zum langanhaltenden Lüften. 

Ich habe keine Hühnersuppe und muss stattdessen nun den Topf schrubben. Und Linus entdeckt jetzt wohl angebrannte Knochen im Garten. Ob die vom Meteoriteneinschlag vor x-Millionen Jahren so verbrannt sind? 

Wenn der kleine Topfgucker bloß schon wüsste, was dieser Knochen-Topf bedeuten soll.

Fotos: SchneiderHein


Nachtrag vom 25. November 2012:
Nachdem Herr Hein bis jetzt noch nicht dazu gekommen ist das Fleisch vom Knochen zu trennen und der verbrutzelte Topf noch immer vor der Gartentür steht, habe ich mir heute die Erlaubnis geholt, das Bären-Material zu entsorgen. Denn inzwischen wird es schon so kalt, dass sich Linus wohl nur noch selten im Garten aufhält. Also gibt es wahrscheinlich im Frühjahr wieder ein Brathähnchen für uns vier und diesmal werden es danach wohl echte Saurierknochen ... 


Kommentare:

Calendula hat gesagt…

Uuuuhhhh! Das mieft! Dass der arme Linus sich nicht auch die Nase zugehalten hat... Aber Teddybären sind wohl hart im Nehmen ;-)
LG Calendula

SchneiderHein hat gesagt…

@ Calendula
Der verbrannte Geruch im Haus war schon heftig. Vor der Tür ging es dann. Aber ich gebe zu, mir graute davor nach einigen Tagen den Topf zu öffnen. Denn Herr Hein hatte seine angebrannten Knochen entweder vergessen oder wollte lieber nichts mehr davon wissen. Ich befürchtete dann nämlich, dass der Topfinhalt schon 'leben' würde. Aber so schlimm war es zum Glück noch nicht.
Doch das nächste Knochenabkochen sollte ich lieber übernehmen, wenn er am Imbissstand mal wieder ein Hähnchen erlegt hat ...

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Na sowas, Knochen, wer hätte DAS gedacht! *lach*
Das hab' ich jetzt mit Neugier und einem Schmunzeln gelesen.

Ohje ... das erinnert mich doch an meinen Schwarzen Topf im Waldgarten ;-)

http://mein-waldgarten.blogspot.de/2011/05/so-schnell-kann-das-haus-abbrennen.html

Der Geruch ist wirklich erbärmlich. Aber jetzt - im Winter - wird sich darin ja so schnell nichts einnisten ...

Na, dann viel Spaß - beim nächsten Versuch. ;-)

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Mir graute vor dem Topf, aber erstaunlicherweise ging er recht leicht sauber. Und der Abend war durch das Lüften recht kühl, aber das ging auch
Nur die nächsten Knochen werde ich abkochen. Allerdings lohnt sich das wohl erst zum Sommer - frühestens nach Ostern! Sonst muss ich hier auch noch Knochen für unsere Bären einlagern ;-)
Zu dem Zeitpunkt, als Wolfgang das Hähnchen mitgebracht hatte, wären die Knochen ja bald darauf im Garten fotografiert worden und hätten danach entsorgt werden können ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Da hast Du Glück gehabt! Meinen mußte ich damals wegschmeißen ;-)

Liebe Grüße
Sara