Freitag, 25. Januar 2013

sonniger Wintergarten



Wo im Sommer ein überhängendes Fuchsien steht, 
hat jetzt ein Futterhaus den Platz eingenommen.

Im Weidenkübel ist als kleiner Herbstschmuck nur der 
silbrige Topf mit einer Stacheldrahtpflanze eingezogen. 
Die blaue Clematis integrifolia 'Arabella' trägt noch ihr 
Laub, und der gelbe Goldlack durfte seine Saatstände 
bis jetzt behalten.

Das alte Futterhaus ist morsch geworden und sollte eigentlich 
bald entsorgt werden. Doch dann kam meine Mutter auf eine 
rettende Idee: Zwischen Garagenwand und Buchsbaum steht 
eine alte Holzbank. Darunter oder ganz in der Nähe hat ein Igel 
sein Winterquartier bezogen. Und damit sein bereit gestelltes 
Katzen-Trockenfutter nicht zu nass wird, steht es nun im aus-
gemusterten Vogelhaus unter dem Wachholder. Da bedienen 
sich allerdings wohl auch ein paar Drosseln, Mäuschen und 
Nachbarskatzen, wie an den Spuren im Schnee deutlich 
zu erkennen ist ...

Die Schiebetüren zum Wintergarten sind bei dem Dauerfrost 
der letzten Tage mal wieder festgefroren. Wie geht es jetzt 
wohl den Kübelpflanzen unter dem Glasdach? 

Meiner Mutter brauchte ich bei der Kälte heute keine 
frischen Blumen zum Geburtstag zu besorgen. Denn wie 
in Kindertagen bekam sie Eisblumen geschenkt ...

Schneewittchen am Spalier war im letzten Winter nahezu 
eingegangen und brachte erst im Spätherbst einige Blüten 
in Bodennähe hervor. Die frischen Triebe werden nun 
wohl leider wieder verfroren sein.

Ein einsamer Apfel auf dem mit Schnee bedeckten Rasen. 
Kurz zuvor hatte sich eine Wachholderdrossel bemüht aus 
dem gefrosteten Obst ein Stückchen herauszupicken. Weiter 
hinten vor der kleinen Buchsbaumhecke ist das Lenzrosenbeet 
zu erahnen. Die Blätter bleiben bei uns bis kurz vor der Blüte 
an den Stauden, denn gerade bei Kahlfrösten hat sich dieser 
natürliche Pflanzenschutz bewährt.

Der knorrige Apfelbaum im hinteren Teil der Rasenfläche 
erhält seit vielen Jahren nur noch einen ganz leichten 
Formschnitt. Der Ertrag ist dabei unwichtig. Doch fast 
jedes zweite Jahr versorgt er uns und die Tiere trotzdem 

Im letzten Frühsommer habe ich mich einen ganzen Nachmittag 
mit dieser Tränenkiefer vergnügt. Um ca. 1,5m habe ich sie in 
einer recht waghalsigen Aktion mittels Teleskopstange und Leiter 
geköpft. Und nachdem die Grundform festgelegt war, musste dann 
doch mal ein kletternder Mann mit Kettensäge ran. Die restlichen 
Stammenden mit einem Durchmesser von 20cm in etwa 3,5m Höhe 
zu entfernen, traute ich mir dann doch nicht zu. Den Sommer über 
war der Anblick im oberen Teil der Kiefer leider wenig erbaulich. 
Aber nun ist sie für mich wieder handhabbarer. Und zum Glück 
milderten noch immer die Eberesche, der Holunder und die Sauer-
kirsche den Blick auf die nahegelegenen Häuser. Der Holunder 
wurde dann erst geköpft, nachdem wir und die Vögel seine Beeren 
geerntet hatten. Und die Sauerkirsche wird wohl im nächsten 
Sommer mal wieder etwas in Form gebracht ...

Wenn ich mich fast am Boden befinde, habe ich diesen 
grünen Blick zur Nordseite des Gartens. Doch normalerweise 
sind im Winter die angrenzenden Häuser dahinter gut zu 
erkennen. Hier im Beet stehen die roten Rosen aus den 60er 
Jahren und eine wildgewordene Rosa Canina-Unterlage. 
Ihre Hagebutten scheinen die Vögel jedoch nicht zu mögen, 
während fast alle anderen Rosenfrüchte bereits von 
den Tieren abgeerntet sind.

Im Vordergrund steht das großblumige Johanniskraut
dahinter befindet sich ein immergrünes leicht kugelig 
geschnittenes Gehölz und hinter der Deutzie verläuft 
die Grenze. Der Apfelbaum steht im bereits im Nachbar-
garten. Und die Fichte steht drei Grundstücke weiter.

Die kleine Teichlandschaft ist zur Zeit so verschneit, 
dass nur an der kleinen Brücke zu erahnen ist, wo sich 
die eckigen Wasserbecken befinden. 

Früher kamen die Gussvögel im Winter mit unter das Glasdach. 
Doch einerseits fehlten sie im kahlen winterlichen Garten, und 
andererseits hinterlassen sie im geschützten Raum Rostflecken 
auf dem Boden. Da sind sie draußen wirklich besser aufgehoben!

Das Problem mit den Rostflecken gibt es bei diesem Engel 
während des Einsommerns im Keller nicht. Der ist nämlich 
aus Kunststoff mit perfekter Rostoptik.

Das wird nun wohl das letzte Foto von diesem alten Vogelhaus 
am Apfelbaum sein. Es hängt bereits so schief, dass wir jeden 
Tag mit einem abstürzenden Vogel rechnen. Bisher sind mir nur 
ähnliche Häuschen begegnet. Es wird wahrscheinlich ein Sommer- 
Bastelprojekt dieses Haus aus Birkenästen und Weidengeflecht 
genau so nachzubauen ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Country Charme hat gesagt…

Hallo Silke, gerade habe ich entdeckt, daß sich HIER auch etwas tut. Habe immer mal beim Wildwuchs geschaut. Ihr habt ja ein richtiges Blog-Labyrinth! Aber auf jeden Fall scheint es Euch gut zu gehen, was mich freut.
Gute Nacht und liebe Grüße
Christel

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christel
Ja, wir leben in einem kleinen Blog-Universum. Und der Blog mit der weißen Rosensammlung ist zwar schon seit 2007 angelegt, aber schlummert noch im verdeckten Bloggerland ...

Bei uns haben eben unsere Lieblingsthemen alle ihren eigenen Blog und dazu dieses Mischmasch-Ding, mit Themen, die nur vereinzelt in unserem Leben auftauchen oder ein paar Zusatzinfos zu anderen Posts liefern.

Deine Katzengeschichte habe ich gesehen, werde aber demnächst in Ruhe nochmals vorbeischauen und lesen ...