Montag, 15. Oktober 2012

In einer anderen Zeit



Zwei Pteranodone fliegen mit trägen Schwingen durch die grünen Wipfel.

Unten Ihnen bebt die Erde unter den schweren Tritten einer mächtigen Sauropodenherde, die die große Ebene nach neuen frischen Trieben durchstreift.

Sanft schwingen die langen Hälse voran, wenn die Pflanzenfresser dicht gedrängt die freie Fläche überqueren. Besonders die jungen Saurier halten sich eng an die großen Tiere. 

Die Allosaurier jagen im Rudel. Keiner gönnt dem anderen den Dreck unter den Krallen, aber keiner von ihnen könnte einen riesigen Pflanzenfresser allein überwältigen.

Unbekümmert dreht der Edmontosaurus seine Runden vor dem Polycantus. Die Panzerechsen müssen keinen Fleischfresser fürchten ... solange sie nicht auf den Rücken gedreht werden.

Die Raptorenbande bricht aus dem Dickicht hervor. Sie können es kaum erwarten, einen dieser einfältigen Pflanzenfresser zu stellen.

Die tumben Stegosaurier sind schon jetzt in heller Aufregung, da ein gieriger Allosaurus eifrig um sie herum scharwenzelt.

Neugierig heben die Brachiosaurier die Köpfe über das Blätterdach. Mit sanftem Pfeifen versichern sich die Tiere, dass sie nicht gemeint sind, bevor sie wieder abtauchen um die jungen Blattspitzen abzurupfen. 

Der alte Triceratopsbulle zeigt dem jungen Herausforderer, dass er noch einige Zeit warten sollte, bevor er hoffen kann die Herde anzuführen.

Eine Gruppe von Hadrosaurier verdaut die letzten zarten Grünspitzen. Bald werden sie sich neue Nadelbäume mit jungen Trieben suchen müssen.

Lange spitze Hörner hindern den Tyrannosaurus daran, jetzt endlich zuzubeißen. Diesen wehrhaften jungen Styracosaurus muss er wohl überraschen. Beim nächsten Mal wird er sich aus dem Hinterhalt anpirschen.

Angepirscht haben sich die restlichen Allosaurier an die große Sauropodenherde. Doch noch sehen sie keinen Weg, den dichten Pulk auseinander zu sprengen. Sie knurren sich frustriert an, um ihre knurrenden Mägen zu übertönen. 

 Die alte Parasaurolophuskuh hebt misstrauisch den Kopf. Etwas beunruhigt das erfahrene Leittier. Und jetzt knackt ein dünner Ast im Unterholz ... 

Mit hoch erhobenen Schwänzen stürzen plötzlich die Velociraptoren auf die erschreckte Parasaurolophusherde zu. Das erste Tier, das zurückbleibt, gehört ihnen.

Doch bevor sich die Raptorenbrut sich auf den ersten Entenschnabelsaurier stürzen kann, springt ein kleiner Bär dazwischen. Linus braucht noch jeden Saurier ... auch die drögen Pflanzenfresser. 

"Menno!" So kann doch kein Raubtier arbeiten. Sie werden warten bis dieses störende Fellknäuel wieder weg ist.

Fotos: W.Hein

Dies sind die ersten Bilder von der wachsenden Saurierbande. Und es ist ganz schön schwierig mit ihnen auf Augenhöhe zu kommen. Es wird wohl noch ein etwas weiterer Weg, unsere grüne Hölle in eine perfekte Jura- oder Kreidezeit zu verwandeln ...


Kommentare:

Ein Schweizer Garten hat gesagt…

Eine wirklich tolle Bilderserie!
Lg Carmen....
ich nehm dann den Bär und überlass den Dinosauriern euren Dschungel....

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carmen
Nix da! Linus wird noch gebraucht! Wer soll denn hier sonst die Pinguine füttern, und die Welt der Dinos erforschen?