Sonntag, 13. Juni 2010

Was blüht denn da ...



Nuits de Young und Pfingstrose beim Rosenkuscheln
in unserem Vorgarten hinter der Hecke ertappt.

Von den wuchernden, aber noch nicht blühenden Wicken
hinter der Hecke befreit, kommen noch mehr
Pfingstrosen,
die letzte Blüten der
Akeleien, Ruprechts-Storchschnabel
und die
erste Blüte von Cardinal Hume zum Vorschein. Doch
die Ligusterblüten halten sich hier noch geschlossen.

Auch die Spiere braucht noch etwas Zeit.

Rosa rugosa - die Kartoffel- oder auch Apfelrose
ist direkt hinter der Hecke schon fast verblüht.
Dort beginnt bereits die
Hagebuttenproduktion.

Der Spornblume wird es im Vorgarten anscheinend zu eng:
Sie lagert sich direkt neben einer Distel vor der Hecke aus.


Die namenlose Rose am Spalier - wahrscheinlich die Bonica '82,
ist in diesem Jahr spät dran. Sie hat sehr unter dem
Winter
gelitten und muss daher noch stark nachgeschnitten werden.

Aber da ich schon häufiger festgestellt habe, dass auch aus tot-
geglaubtem Holz noch etwas grünes sprießen kann, habe ich
ihr die Zeit gegeben.


Der Wilde Wein blüht zwar noch nicht, aber er bereichert
mit seinen frischen Ranken die teils vertrocknete Kiefer vor
dem Haus. Rechts, im Bild ein paar Blattspitzen der
Schön-
frucht
oder
Liebesperlenstrauches, der aber auch noch nicht
blüht. Und links unten blieb wieder einmal ein Wallnußbaum
zu lange unentdeckt. Der muss im Herbst, wenn der Vorgarten
wieder von den Wicken befreit wird, auf jeden Fall schnell
ausgegraben werden ...


Vor Jahren gepflanzt und schon lange verloren geglaubt:
Plötzlich steht da eine Blütenrispe der Wiesenraute.


Ohne Rückschnitt und Dünger hat sich die namenlose
englische Rose
prächtig entwickelt. Allerdings bei
genauerer Betrachtung sind ihre Blätter stark vom
Rosenrost befallen. Nach
der Blüte werde ich sie
deswegen stärker zurückschneiden müssen ...

Fotos: S.Schneider



Kommentare:

Borkergarten hat gesagt…

Hallo, wenn Rose und Pfingstrose kusacheln, dürfte dies wohl ohne Folgen bleiben. Handelt es sich bei den nicht blühenden Wicken um Staudenwicken. Dann sind sie, habeich feststellen dürfen, fast unausrottbar. sie wurzeln sehr tief und wuchern enorm. Sie duften aber nicht. Deswegen wollte ich sie an einigen Stellen gegen andere Pflanzen austauschen. Das war recht schwierig, Freundliche Grüße aus dem Borker Garten Manfred

Herz-und-Leben hat gesagt…

Echt spät, die Pfingstrosen in diesem Jahr. Bei mir sind sie aber längst wieder verblüht.

Lieber Gruß zum Wochenende
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Manfred
Ja, das sind die unausrottbaren Staudenwicken, die sich trotz einiger Nacktschnecken in unserem wildwuchernden Vorgarten halten. Ganz ehrlich, dass etwas so üppig und lange blühendes bei uns wuchert, finde ich sehr angenehm. Um die meisten unserer Pflänzchen muss ich meist bangen, dass sie nicht eingehen und wage es nicht etwas für Blumensträuße zu schneiden. Bei den Wicken kann ich hemmungslos zupfen und vasenweise Sommersträuße mit ihnen füllen :-)
Mit Duft wäre es natürlich noch schöner, aber die Duftwicken werden schon kurz nach dem Keimen von den Schnecken niedergemacht.

Gut, beim Kuscheln von Rose und Pfingstrose wird wohl nix passieren, aber wir haben nach 14 Jahren so manche Wildrose im Vorgarten, die wir nicht geflanzt haben. So gibt es inzwischen hinter der Hecke nicht nur Wicken- sondern auch Rosendickichte, die üppig blühen. Allerdings sah damals die Vorgarten-Planung ganz anders aus ...

@ Sara
Dieses Jahr ist vieles später. Allerdings empfand ich das Frühjahr/Frühsommer 2007 & 2008 auch viel zu schnell und viel zu warm. Mir kam das unnatürlich früh vor. Allerdings hatte wir vorher auch nur Blümchenbilder ohne Zeitbezug fotografiert. Daher mag vielleicht mit meinem Gefühl etwas nicht stimmen.
Jetzt gibt es teilweise mal andere schöne Pflanzkombinationen, die etwas länger halten. Mir gefällt es :-)

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, doch, liebe Silke, das sind auch unsere Beobachtungen in den letzten Jahren. Sehr zeitig einmal kurz übernatürlich warm, wie im Hochsommer und dann eine lange Kälterperiode. Dafür dann im Herbst wie im Hochsommer und dazwischen so wie jetzt ...
Die Pfingstrosen kamen aber, solang wie hier wohnen, noch nicht so spät und mit der Rosenblüte ists hier auch anders als in den letzten Jahren.

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Die Natur hält sich eben nur im Mittel an Kalender ...
Mir gefällt's: In Maßen Regen, nicht zu heiß, so dass die Pracht nicht binnen weniger Tage verblüht und teilweise erfrischender Sommerwind. So könnte es hier bleiben!

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
Finde ich auch nicht dramatisch, daß sie sich nicht nach unseren menschengemachten Einteilungen richtet. Und wenn ich ganz ehrlich bin, fand ich auch diesen Winter wunderschön. Wir waren zwar ziemlich eingeschränkt dadurch, aber es war außergewöhnlich und einfach schön. Man kann das Eine eben nicht immer ohne das Andere haben. Man muß auch die "negative" Seite von etwas annehmen können...
Ansonsten bin ich schon eher ein "Sonnenkind" - liebe es sehr warm und fühle mich dann am wohlsten, da ich dann einmal nicht friere, wie fast das ganze Jahr über.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Den Winter fand ich in diesem Jahr auch herrlich! Mal abgesehen von der drohenden Heizkostenabrechnung und denen, die ständig bei dem Wetter mit dem Auto unterwegs sein mussten ...