Freitag, 25. April 2008

Hasenmaus knotet




"Verratzt und zugeklebt! Du blödes Stück von einem Tampen,
das sogar einen Klabautermann windjammern lässt!" Der kleine
Hase im blauen Matrosenzwirn wird langsam richtig wütend.
Jetzt schlingt und fädelt er schon so lange diese Schnur in
immer neue Schleifen und Schlingen. Aber so ein richtiger
Seemannsknoten will es einfach nicht werden.

Dabei hatte das im Buch so einfach ausgesehen und die tollen Namen
wie Slipstek, Palstek, Schotstek und Achterbelegungsknoten hatte
sich der eifrige Hasenjunge auch genau gemerkt. Nur kann er sie
jetzt überhaupt nicht gebrauchen. Weil das knubbelige Wuhling
eben nicht wie so ein Palstek aussieht.

"Wassermarsch und Dünndammbruch! Das ist ja wie eine
griesgrämige Gruppenreise mit Miesmuscheln," grummelt
das Langohr. "Wenn du doofes Seemannsgarn jetzt nicht willst,
scheuer' ich dich mit Neptuns Meerwasserpieling auf der
Sonnensandbank ein," raunzt er den widerspenstigen Faden an.
Das beeindruckt das verdrehte Knäuel aber überhaupt nicht.
Wenigstens kann der Hase aber kräftige Seemannsflüche üben.



Das Fluchen gehört auch zur großen Seebären-Prüfung, für die
der Junghase immer noch unentwegt lernt. Aber wenn das mit den
Knoten nicht bald klappt, sieht Hasenmaus dunkle Sturmwolken
aufziehen für seine große Fahrt. Wer will denn schon einen
Leichtmatrosen, der kein Segel festbinden kann, so dass es
einfach davon flattert. Oder der das Schiff so am Kai festtäut,
das es gleich wieder weg schwimmt, wenn man auf Landgang ist.
Dem kann man ja noch nicht einmal die Wäscheleine anvertrauen.

"Du musst das lose Ende durch das Auge fädeln." Unvermittelt
taucht hinter dem Hasen der 'Geist der Seefahrt' auf, der das Elend
nicht mehr mit ansehen kann: "Dann belegst du das Ganze mit zwei
halben Schlägen und zurrst das Tau fest zu." Doch das Langohr ist
viel zu verdutzt, um den klaren Anweisungen aus dem Nichts
zu folgen. Woher kommt denn plötzlich diese nach einem rostigen
Nebelhorn klingende Stimme hinter seinem Rücken her? Warum
heult dazu ein hoher Pfeifwind? Und was weiß dieses quäkende
Altmetall denn so viel von der Seemannsbefestigungstechnik?
Das ist doch unheimlich!

Als sich der kleine Hase endlich zitternd umdreht, um die Quelle für
die unheimlichen Ratschläge zu orten, ist der 'Geist der Seefahrt'
schon längst wieder verschwunden. Dieser Seehase ist ja noch viel
zu grün hinter den Ohren, um schon ein echter blauer Junge zu
werden. Er wird wiederkommen, wenn der Rotzlöffel mehr geübt
hat und endlich auch versteht, was er sagen will. Also schaut eine
bange Hasenmaus sich um und sieht . . . nichts!

"Das ist ja noch viel unheimlicher," murmelt er leise, als er wieder
zum Hanfband greift. "Wenn da jemand erst unheimlich viel spricht
und wenn man hinschaut, unheimlich schnell verschwunden ist."
Die Lust auf das Fluchen ist dem kleinen Hasenfuß erst einmal
vergangen. Aber was meinte die Stimme mit den halben Schlägen.
Soll er das Seil jetzt auf die Bretter hauen? Nur nicht so doll?

Wenn das jetzt kein Palstek wird, ist es ja vielleicht schon längst
was anderes. Etwas, wofür er nur den Namen noch nicht kennt.
Woher soll ein kleiner Hase auch wissen, ob so nicht ein Rumpstek
oder gar ein Bootsstek aussieht?

Aber wenn diese neuen Stekdinger nicht im Knotenbuch stehen,
zählen sie sicher auch nicht für die Seebären-Prüfung. Es hilft nichts,
er wird noch mal von Vorne anfangen müssen. Hasenmaus zieht und
zerrt an den Seilschlaufen, um das Wickelkram zu entwirren. Doch
eigentlich zieht sich das Ganze dabei nur noch enger zusammen.
"Du grützgrünes Krumpelband eines Schwippschwappschwagers,
geh auf!" Diesmal ist es eine helle Jungenstimme, die von hinten
kommt: "Was machst Du da?"

Als das Langohr sich ganz schnell umdreht, bevor die Stimme wieder
verschwunden ist, steht da ein kleiner Mausejunge im Schlafanzug,
der neugierig auf das wild geknotete Seil in des Seehasens Pfoten
zeigt: "Wieso ist das so ein wirres Zeug?"

"Das ist doch kein wirres Zeug," behauptet ein gekränkter Hase
pikiert. "Das sind ganz viele Seemannsknoten, deren Namen ich nur
noch nicht weiß. Und jetzt mache ich noch einige dazu, die jeder
kennt. Und damit bestehe ich dann die Seebären-Prüfung."
Hasenmaus übergeht großzügig die kleinen Hindernisse. "Wieso?"
fragt der nüddelige Naseweis. "Damit ich auch ein Seebär werde,"
verkündet Hasenmaus mit strahlenden Augen."Wie wird denn aus
einem Hasen ein Bär?" Der Kleine ist offensichtlich noch nicht
überzeugt. "Weil 'Seebär' ein nautischer Fachbegriff ist." Das
Langohr schüttelt den Kopf. Das weiß doch jeder. . . "Warum?"

"Mit so einer Schnur kann man die ganz großen Pötte im Hafen
festmachen," versucht Hasenmaus abzulenken. "Wer bindet so
einen dicken Kochtopf an? "Das Langohr ist fassungslos: "Na ich!
Damit er nicht wegschwimmen kann!" Ungläubiges Staunen:
"Wie geht das?" Der Mäuserich zupft am Hanf. "Mit richtig festen
Seemannsknoten am Poller. Die halten alles." Der Jungmatrose kennt
sich ja in der maritimen Theorie schon gut aus. Jetzt fehlt nur noch
so ein bisschen praktische Umsetzung. "Wieso hält denn so eine
dünne Strippe?" Dem kleinen Jungen im Schlafanzug gehen die
Fragen wohl nie aus. "Was ist, wenn die reißt?"

"Himmeldonnerwetterundwolkenbruch! Dann nehme ich eben
eine stärkere Seeschnur für Dickschiffe! Da tanzt doch das
Klappergerippe auf der Totenmannkiste" Der Kleine ist wirklich
anstrengend. "Fluchen muss man als Seebär übrigens auch können,"
erklärt das Langohr schon etwas ruhiger. "Ich übe das schon mal
beim Knoten." "Warum?" Der junge Nager findet das merkwürdige
Seehasenzeug richtig spannend.

"Sonst verstehen einen die anderen Seeleute nicht." Eigentlich
ist Hasenmaus richtig stolz, dass er schon so viel über die
Seefahrt weiß. "Jetzt zeige ich dir einen richtigen Knoten. Dazu
nimmt man die beiden baumelnden Enden in jede Pfote." Das
Mausekind vergisst sogar die nächste Frage, so gebannt schaut
es dem geschäftigen Schiffsjungen über die Schulter.

Der hastige Hase hat nach den ersten Schlingen den Faden verloren.
Den, der im Kopf den Plan zusammenhält. Den echten hält er noch
fest in den Pfoten, aber er weiß nicht so recht, ob er jetzt schon
alles zusammen ziehen soll, oder ob er lieber doch noch weitere
Schlaufen knüpft, damit die Pötte, Schaluppen und wenigstens
Nuss-Schalen am Ende auch fest am Ufer hängen. So bemerkt er
auch nicht, dass sich von hinten eine graue Maus nähert.

"Also am Besten, ich fange noch mal an." Hasenmaus zieht die
verknoteten Ende vorsichtig wieder auseinander. "Ich mache
das, damit man es besser sehen kann," fügt er hastig hinzu.
Wasserspeiende Höllenhunde der Bruchbarke, jetzt muss das
aber endlich was werden. Der Jungmatrose hat schließlich
einen jungen Zuschauer, den er nicht enttäuschen will. Der
fragt inzwischen seine Schwester, was sie denn hier will?

Dann erklärt die Jungmaus dem Nagermädchen, dass dieser
Hase eigentlich ein Wasserbär ist. Er muss dafür ein Seil ganz
klein zusammenknoten, vielleicht um später seine langen Ohren
verstecken zu können. Und den Hasenbären muss man immer
ganz viel fragen, weil der alles mit so schwierigen und fremden
Worten sagt. Die braucht man auf dem Wasser, weil Meerbären
sonst bei der Schifffahrt nichts verstehen. Deshalb fluchen die dort
immer lang und breit, damit bei Windrauschen und Wellenschlag
überhaupt was ankommt. Wieso aber dabei das Wichtige nicht
verloren geht, hat er noch nicht verstanden. Er muss gleich
noch mal nachfragen.

"Einen Moment, ich hab's gleich," nuschelt Hasenmaus, als ihn der
Junge am Ärmel zupft. "Das ist jetzt ein ... also, das ist jetzt ein
... ein ... ähh!" Mist- und Schotbruch, das ist schon wieder so ein
unbekannter Knoten. "Ich muss da nur noch etwas nachziehen."

"Komm, lass den Hasenonkel in Ruhe." Die Schwester zieht den
neugierigen Hosenmatz im Schlafanzug weg. "Der hat schon genug
Schwierigkeiten. Auch wenn du ihn nicht mit deinen Fragen löcherst."
Widerstrebend lässt sich der Mausejunge wegziehen. "Warum? Diese
Löcher waren doch schon vorher in der blauen Jacke?" Er zeigt auf die
zerschlissenen Stellen des Matrosenanzugs. "Das sagt man nur so."
Seine Schwester ruckt an der Mausepfote "Wieso?"

"Los komm, wir müssen heim." Die beiden Mäuse verschwinden
wieder im Garten. Und eine Hasenmaus ist so in die Aufgabe
vertieft, einen erkennbaren Knoten zu bauen, dass er davon
nichts mitbekommt.

"Also das wird jetzt ein Hasenstek. Den braucht man, damit das Seil
nicht zu lang wird." Doch als das Langohr sich umblickt, um endlich
das Ergebnis harter Knüpfarbeiten zu zeigen, ist er allein. Weit und
breit ist niemand zu sehen. Wo ist der Mausejunge hin?

"Der ist ja nicht ganz so unheimlich," überlegt ein kleiner Hase, ganz
allein auf dem Steg. "Der war ja nur unheimlich neugierig." Aber ein
wenig bange ist dem tapferen Leichtmatrosen schon, wenn hier
immer was verschwindet. Vielleicht sollte er besser reingehen und
sich das Knotenbuch noch einmal ansehen.


Fotos: W.Hein

Hasenmaus will vielleicht auch deshalb unbedingt ein 'Wasserbär' werden,
weil sein Elternhaus 'Bell BEARS Designs' heißt und in den Niederlanden
steht. Von dort kommen auch die beiden Mäuse Naseweis und Altklug.
Der 'Geist der Seefahrt' ist aus dem alten Leinen eines bedruckten
Kaffeesacks gefertigt und ein 'Bella Bim Bär' aus Berlin.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo alter Knöterich!
Also wir wären bei so einem Seilgewirr sicherlich auch verzweifelt, daß Du überhaupt so lange Geduld damit hattest, bewundern wir wirklich. Hut...äh...Matrosenmütze ab. Aber Du willst ja auch ein Seebär werden. Dafür muß man so was natürlich üben und irgendwann auch mal können. Also immer schön fleißig weiterüben.
Wir staunen immer wieder, was noch so alles bei Euch rumkreucht und fleucht. Die beiden Mäuse haben wir bisher noch nicht bei Euch gesehen. Sehen nett aus die Beiden :-)
Schöne Grüße an Euch alle von Pelle und der ganzen Kuschelbärenbande

NaturEllas Schatzkiste hat gesagt…

Ach, was ist das wieder für eine herrliche Bilderbuchgeschichte.
Die Kinder, die diese Geschichte einmal lesen oder vorgelesen bekommen, können die Handlung bestimmt gut nachvollziehen.

Glückwunsch!!

Ich erinnere mich, dass ich als kleines Kind auch versucht habe feste Knoten und Seemannsknoten zu binden. Ist mir auch nicht gut gelungen. Gelernt ist eben gelernt.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Die sind ja drollig! Und so schön in Szene gesetzt :-)
Was man doch alles findet, wenn man nach Zecken sucht ;-)

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Wieso Zecken?
Dazu schreiben wir wahrscheinlich nur auf Wildwuchs und eventuell noch ergänzend verlinkt auf 'Schneider Basis'. Das mit dem eigenen Zecken-Blog (hatten wir nach dem November-Post überlegt)haben wir vorerst verschoben. Es sind schon so viel zu viele Blogs und Themen, die wir alle noch in der Hinterhand haben ...
Da sollte sich Wolfgang lieber wieder mit Hasenmaus & Co. am Teich beschäfigen! Ob er in diesem Sommer endlich ein Seebär wird???

Herz-und-Leben hat gesagt…

*lach* Durch eure Blogs steig ich auch immer noch nicht durch. Das hier ist aber nicht der Bären-Blog? Weil, die Blogadressen merk ich mir nicht unbedingt...
Und der Deko-Blog auch nicht - und wenn es Wildwuchs auch nicht ist, welcher ist es denn?

Ich denk' auch, über Zecken kann man doch in einem Garten-Blog schreiben, denn da treten sie schließlich auf oder wie bei mir im Naturstudien-Blog. So furchtbar viel gibts da sicher auch nicht zu schreiben bis auf 1 oder 2 Posts.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara - Teil 1
Das mit den verschiedenen Blogs bei uns hat sich auch erst im Laufe der Zeit entwickelt. Die Planung ist noch etwas üppiger als die Verteilung jetzt ist - doch ob ich jemals dazu komme? Ich stelle auch immer wieder fest, dass ich noch einiges klarer auf der Sidebar der Blogs darstellen sollte. Zumal wir ja inzwischen 3 Profile (eigentlich sogar 4 Profile) brauchen, um genug Speicherkapazität für die Bilder auf den verschiedenen Blogs zu haben.

Also SchneiderHein ist mehr so der Mischmasch-Blog. Die anderen Blogs haben sehr eingeschränkte Themen:
Unserer hinterer Garten in Hannover - 'Wildwuchs unter Aufsicht';
meine Dekowelt in Haus & Garten in Hannover oder in BS bei meiner Mutter - 'DekoGerümpel';
Maus & Allegra in Hannover und Klein Katze in BS zusammen mit ein paar Fremdmiezen - 'Maus, Allegra & andere Katzen'
und Wolfgangs abenteuerlustige Teddybären mit 'Geschichten-Beiwerk' wie Mäusen, Hasen, Lena dem Schaf usw. - 'Bären in Haus & Garten'.
Wenn die anderen Plüschtiere wie Lena das Schaf oder Hasenmaus etwas allein unternehmen wie zum Beispiel Hasenmaus, der Seebär werden will, dann steht seine Geschichte auf SchneiderHein. Und Ebenso der kleine Bär, der der Ursprung allen Plüsch-Übels ist ... ;-)
Dazu kommt dann noch als eigener Blog Wolfgangs gezeichnete 'Inselzeit', die mal ein gedrucktes Buch über einen Teddybär-Urlaub auf Amrum werden sollte. Leider hat er bis jetzt kaum etwas davon veröffentlicht und muss dafür wohl in Rente gehen, um genug Zeit für das Thema zu haben ...
Auf SchneiderHein veröffentlichen wir außerdem noch etwas über unseren rosa-violetten Vorgarten in Hannover, meinen weißen Vortgarten in BS, den Garten meiner Mutter in BS, wenn wir mal 'in die Rosen fahren' also Besuche im Rosarium Sangerhausen oder die Bundesprüfanstalt in Rethmar, auch der Tagesablauf einer 'offenen Pforte' bekommt hier einen oder mehrere Posts und wenn ich mir sicher bin, dass ich eine Blogpause brauche, dann würde ich das hier auch schreiben ...

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara - Teil 2
Doch, Zecken sind leider ein fürchterlich interessantes und vielfältiges Thema. Und das 'wie davor im Garten schützen' oder 'wie mit der Gefahr im Garten zu leben ist', ist wirklich nicht so einfach. Denn eigentlich ist der Garten so eine Art Wohnzimmer-Erweiterung, die spontan betreten wird. Für einen Waldspaziergang würde man selbstverständlich andere Vorkehrungen treffen.

Außerdem beobachte ich immer mehr, dass Zecken sich ganz bewußt in Richtung Mensch und Haus bewegen: Eine vollgesogene Zecke ließ sich zum Beispiel direkt vor der Glasfassade auf den Betonplatten vor der Eingangstür zum Haus von einem Igel fallen, um sich dort zwischen den Steinfugen zu verkriechen. Der beste Platz für ihre Larven, denn da gibt es später Mensch & Tier als ersten Wirt.

Das mit dem aufgeräumten Garten ist übrigens auch kein Schutz: Meinen ersten Kontakt hatte ich etwa 2004 mit Zeckenlarven. Unter unserem Gartentisch in der Wiese, dort, wo das Gras durch das Sitzen total runtergetrampelt war und fast nur nackter verdichteter Boden übrig blieb, krabbelten etwa 30 durchsichtige Tierchen an meinen Beinen hoch - unter dem Tisch war ein Zeckennest... Das habe ich aber erst Jahre später verstanden, da über die Vorstufen der Zecken leider viel zu wenig berichtet wird ...
Ebenso lauert nicht nur im Mulch & Gras die Gefahr sondern genauso a den Blättern von Scillas, Rosen usw. Jedes Beet das im Frühjahr feucht-warm ist, ist ein idealer Zeckenplatz. In dem recht kleinen Beet zwischen Haus und der Garage im Garten meiner Mutter unter dem Taxus (http://schneiderhein.blogspot.com/2009/09/taxus-ruckschnitt-fur-einen-guten-zweck.html) lauern sie im Immergrün. Da ist übrigens auch das schon beschriebene Schiebetor zu sehen ...

Außerdem vermute ich inzwischen, dass die Tierchen nicht nur durch Tiere und Rindenmulch in den Garten kommen, sondern auch aus den Gärtnereien und Baumschulen in unseren Garten einwandern. Denn warum sollten das nur die spanischen Nacktschnecken erfolgreich geschafft haben!?

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, im Garten möchte man sich doch freier bewegen können und sich nicht vermummen müssen.

Ich hab' bisher wirklich noch nie Zecken an Pflanzen beobachten können, selbst damals nicht in unserem früheren Garten. Immer nur, wenn ich sie an mir oder an den Kindern bemerkte.
So viele wie Du habe ich bisher auch noch nie gesehen und diese glasigen oder durchsichtigen hab' ich überhaupt noch nie gesehen. Man müßte sie am Körper aber wohl spüren, selbst wenn man sie nicht auf Anhieb erkennen würde?

Schon eigenartig, woher diese Invasion kommt! Weil ich Zecken, wie schon gesagt, aus meiner Kindheit sonst gar nicht kenne und meine Mutter hatte auch kaum einmal Berührung damit, obwohl sie ja auf dem Lande groß wurde, inmitten von Wald und Feld. Da muß der Mensch doch schuld dran sein, daß da etwas so ausufert ... aber woran genau es liegt ? ? ?

Was den Speicherplatz für Bilder betrifft ...
Man kann doch aber auch anderweitig Bilder einbinden. Ist zwar mit etwas mehr Aufwand verbunden bzw. auf eine andere Art und Weise, aber so könnte man bei dem jeweiligen Profil und Blog bleiben, ohne wechseln zu müssen. Flickr wäre da eine Möglichkeit. Es gibt aber noch viele andere Bilderdienste. Wobei manche die Bilder nach einer Weile allerdings löschen. Oder man besorgt sich eigenen Webspace, auf den man die Bilder lädt, da sind sie ja noch am sichersten. Und um die Beiträge ohnehin besser formatieren zu können, kann man einen eigenen Editor verwenden. Ich nehme dazu z.B. BlogDesk, geht ganz einfach. Obwohl dieses programm ja eigentlich zum Publizieren konzipiert wurde. Aber bei Blogger funktioniert das Publizieren mit BlogDesk leider bisher nicht ;-)
Sonst fänd' ich es ideal und würde mich wohl kaum noch in den Blog einloggen. Ist immer alles noch ein bißchen hinterwäldlerisch bei Blogger ;-) Obwohl das ja wohl ein Ableger von Google ist ...

Ich weiß gar nicht mal, wieviel Bilder man bei Picasa hochladen kann. Neulich habe ich allerdings festgestellt, daß Blogger zu Picasa manche Bilder doppelt und dreifach hochlädt. Wohl immer dann, wenn bei mir "fehlgeschlagen" erscheint und ich nochmals klicke, ist das Bild längst hochgeladen. Denn bewußt habe ich selbst noch nie Bilder mehrfach hochgeladen, wozu auch? ;-)

So, jetzt gehts gleich wieder raus, mal gucken, ob inzwischen noch weitere Rosen erblüht sind.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Das Thema Zecken haben wir ja nun schon quer über alle Blogs behandelt ...

Zu den Bildern: Ich hatte vor ewigen Zeiten mal kurz bei Picasa reingeschaut, war jedoch ganz schnell da wieder raus. Diese Art der Bilderverwaltung brauche ich nicht. Und eigentlich ist es mir egal wo die Fotos gespeichert sind. Auf anderen Blogs ist mir häufiger mal aufgefallen, das Bilder in den Post fehlten, weil sie dann wohl bei Flickr usw. ausgestiegen sind, und die Bilder dadurch keine Verknüpfung zum Post mehr hatten.

Da finde ich es angenehmer in einem System zu bleiben. Wenn wir hier aussteigen sollten, dann ist eben alles futsch.

Unsere Blogbilder sind ohnehin alle als Originalfoto, als bearbeitetes Bild und Web-Version auf unseren Festplatten gespeichert - falls wir irgendwann noch einmal etwas mit den Fotos machen wollen.
Und das Einrichten eines neuen Profils, das Einladen als Mitschreiber und die administator-Rechtevergabe ist harmlos, wenn man verstanden hat wie es geht. So bin ich nur mit einem Namen angemeldet und kann auf allen Blogs umherwirbeln. Außerdem könnten Wolfgang und ich so wieder problemlos gemeinsam in den Blogs posten - aber dafür bietet sich ja nur selten die Gelegenheit ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ach, und ich dachte, Picasa IST das Blogger-Bildalbum? Jetzt muß ich doch mal eben schnell schauen ... bei mir ...
Also bei mir ist der Blogger-Bilderdienst eindeutig Picasa (was ja zu Google gehört) - vielleicht ist es bei Dir/Euch noch anders, da ihr schon länger dabei seid?

http://picasaweb.google.com/116738085620002049604/HerzUndLeben?authkey=Gv1sRgCKHfxoz83qvIZQ#

Ja, das ist schon dumm, wenn man seinen Bilder-Account irgendwo löscht, damit sind dann automatisch auch die Bilder weg.

Ich habe meine Fotos auch alle noch extra auf Festplatte. Aber ich fände es umständlich, wenn ich womöglich noch neue Blogger-Accounts (Profile) extra nur wegen der Fotos aufmachen müßte. Dazu muß man sich ja auch in verschiedene Accounts jeweils einloggen. Frau Luna hatte ja kürzlich auch so ihre Probleme damit und sah sich sogar gezwungen, ganz neue Blogs zu erstellen, damit sie das ständige Neu-Einloggen-Problem (ins neue Profil) nicht hat, so wie ich es verstanden habe.

Da würd' ich dann wohl entweder zu Picasa direkt hochladen (wo man ja ein Fotoalbum nach dem anderen aufmachen kann) oder zu flickr. Man muß da ja nicht aussteigen, wenn man das weiß.

Naja, noch ist es bei mir ja nicht so weit und wenn, wer weiß, was dann ist ;-) So lange wollte ich - eigentlich - gar nicht bloggen. Habe mir das immer so vorgestellt, jedenfalls was den Garten betrifft, daß ich irgendwann so halbwegs alles Wesentliche da aufgeschrieben habe und dann speichere ich mir den Blog ganz einfach auf Festplatte, dann habe ich ja alle nenneswerten Infos zum Nachschlagen.
Ich hätte ja nicht mit Bloggen angefangen, wenn ich nicht so ans Haus gebunden gewesen wäre seit letztem Herbst. Sonst habe ich auch nicht unbedingt die Zeit dafür. Aber es wurde schon recht einsam - nur so zuhause ;-) Auch wenn ich hier natürlich auch unter Leute gehen kann, aber das ist eben was anderes, als wenn man grundsätzlich so flexibel sein kann, um jederzeit seine gewohnten Wege zu machen.
Inzwischen bin ich ja schon wieder viel unterwegs, aber eben nicht so ganz wie vor meiner Erkrankung ... wenn das mal wieder ist, käme ich, glaube ich, kaum mehr zum Bloggen. Oder nur im Winter ...