Dienstag, 25. September 2007

September-Stimmungen



Blühen und Vergehen am Rosenspalier in unserem Vorgarten.

Die einen erstrahlen im schönsten Zartrosa,

die anderen öffnen sogar erst noch ihre Knospen,

während sich in unmittelbarer Nähe schon
zahlreiche grüne und rote Hagebutten bilden.


Wickenblüten im wilden Gewirr aus Ranken.

Auch sie sind schon lange mit ihrer Vermehrung beschäftigt.

Die Braunelle entwickelt reichlich braune Saatstände.

Aber ein paar bläulich-violette Blüten schauen
noch immer vorwitzig unter der Hecke hervor.

Die Hecke wird wegen der auf ihr wuchernden Wicke
nur sehr wenig geschnitten. Nun treten die Früchte
des Ligusters den Spaziergängern mit ihren tiefen
schwarz-blau Beeren entgegen.

Nuit d'Young - Moosrose, Laffay 1845
Sie blühte noch etwas versteckt im Juni hinter der Hecke,
aber ihre kleine Hagebutte macht jetzt auf sich aufmerksam.

Cardinal Hume - Strauchrose, Harkness 1984
Sie hat in den letzten Tagen all' ihre üppigen Rispen
für ein Herbstfeuerwerk geöffnet, ihre Farbpalette
reicht nun von Karminrot bis Violett.

Gleichzeitig zieren aber auch schon
die ersten Hagebutten den kleinen Strauch.

Der Ruprechts-Storchschnabel gibt sich erst jetzt
richtig zu erkennen. Seine unscheinbaren rosa Blüten
sind zwischen all' den Stauden kaum aufgefallen, aber
nun leuchten seine Blätter in den schönsten Herbstfarben.

Dieses Kraut hat sich hier eingeschlichen,
aber für die nächsten Tage darf es noch eine
Herbst-Impression bleiben.

Die kleine violette Blüte des Storchschnabels
gehört eigentlich auch nicht in den Vorgarten.

Doch was für eine Farbkombination zu diesen Beeren!

Liebesperlenstrauch und Wickenschoten
eng miteinander verbunden.

Diese scheinbar zierlichen Pflanzen haben
inzwischen den gesamten Vorgarten erobert.

Doch noch dürfen die letzten Blüten
im Abendlicht sanft schimmern.

R. Rugosa - Wildrose
reflektiert die letzten Sonnenstrahlen des Tages
auf ihren glatten glänzenden Hagebutten.

Diese Hagebutten der Kartoffel- oder Apfelrose sind
schon etwas älter und beginnen langsam einzutrocknen.

Wie hast Du denn geblüht? Eine unbekannte Rose,
die wir nicht in unseren Garten gepflanzt haben, und
an der es im Herbst plötzlich weinrote Hagebutten
zu entdecken gibt. Da sollten wir im nächsten Sommer
wohl mal genauer hinsehen ...

Sie ist unbemerkt schon eine recht stattliche Pflanze
geworden. Ihre Nähe zum Standort der Rosa Rugosa
und auch ihre Ähnlichkeit in Wuchs und Blattform
haben sie bis jetzt gut getarnt.

The Fairy - Polyantharose, Bentall 1932

Nach vielen Jahren sind aus den zwei kleinen Rosen-
töpfen aus dem Baumarkt jetzt endlich ein paar größere
Blütenrispen entstanden. Sie erheben sich nun aus dem
wilden Dickicht des Vorgartens. Erst im Spätsommer
erhalten die noch immer recht kleinen Pflanzen genügend
Licht und Raum sich zu entfalten.

Die Prachtkerze vom letzten Jahr hat den milden Winter
gut überstanden und leistet ihnen jetzt dabei Gesellschaft.

Die Blätter der Herbstanemone verfärben sich bereits.

Trotzdem scheint sie in diesem Jahr einen fast
unermüdlichen Vorrat an Blüten zu besitzen.

Auf die Blüten vom Rosenginster und der Akelei
müssen wir wieder bis zum nächsten Jahr warten,
aber ihre Blattstrukturen und Farben bringen auch
Abwechselung in die Randbepflanzung zum sonnigen Hof.

Darüber thront noch eine einsame Blütenrispe des Sommerflieders.

Auf der anderen Seite des Gartens am Spalier
verfärben sich die ersten Blätter des Ribes.

Der Spierstrauch hat den ganzen Sommer über
unzählige Blütendolden hervorgebracht und noch immer
ist kein Blüh-Ende in Sicht.

Bis jetzt hat sich ganz unbemerkt ein anderes Pflänzchen
im Vorgarten entwickeln können: Ob es eine Eberesche ist,
die sich hier ganz heimlich versamt hat?

Hier haben wir nicht aufgepasst: Die Saatstände des Wasserdosts
werden nun für reichlich Verbreitung in den Steinfugen unseres
schattigen Hofes sorgen ...

Diese eingewanderte Mahonie wird demnächst
auf die gelbe Seite unseres Gartens umziehen.

So schön anzusehen - aber macht auch ganz schön viel Arbeit,
wenn er Fuß gefaßt hat - der Hopfen. Noch sitzt er nur in
der Hecke unseres Nachbarn, und der Hof trennt ihn noch
vom Vorgarten. Aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit,
wann er unbemerkt bei uns einwandert ...

Veilchenblau - Rambler Multiflora-Hybride, Schmidt 1908.
Ihr haben wir schon einen Platz unter dem Sommerflieder
reserviert, aber da sie im Frühsommer noch recht klein war,
durfte sie auf dem Hof ungestört erst noch etwas größer
werden. In den nächsten Wochen, wenn sich der Bewuchs
unter dem Sommerflieder wieder etwas lichtet und auch
der Flieder etwas eingekürzt ist, wird sie ihren hoffentlich
richtig gewählten Standort erhalten.

Aber erst einmal erfreuen wir uns auf dem Weg zur Haustür
noch ein paar Tage an ihren ersten kleinen Hagebutten.

Fotos: W.Hein




Kommentare:

Andrea's Garden hat gesagt…

Silke, Wolfgang - wunderschöne Aufnahmen eurer Herbstkollektion. Vor allem den Liebesperlenstrauch fand ich interessant. Der könnte mir auch gefallen - aber wenn ich so weiter mache, werden meine Büsche doppelreihig gepflanzt. :-) Die Fairy blüht bei mir auch noch wunderbar. Sie ist das erste Jahr hier und so was von pflegeleicht, ich wollte alle Rosen wären so. Wünsch euch einen schönen Tag - hier regnet es in Bayern. Andrea

Luna hat gesagt…

Nun bin ich doch hier gelandet, nachdem ich heute dauernd überall rausfliege..
Es blüht ja noch prächtig in eurem Vorgarten. Geniesst es, bevor der Winter kommt.
Die Fairy blüht auch hier noch fleissig und meine späten Rittersporn im Vorgarten haben immer noch nicht die Blühten geöffnet. Manchmal machen die das erst Mitte Oktober.
Tolle Impression aus eurem Vorgarten (?)
Liebe Grüße
Stefanie

Wurzerl hat gesagt…

Der Herbstbogen ist weit gespannt, interessant und schön, es gibt noch so vieles zu bestaunen und wo wir Blüten langsam entbehren, da treten die bunten Blätter und Samenstände in Aktion und das zeigen die Fotos wunderschön.
Lieben Gruß vom Wurzerl

Brigitte hat gesagt…

Liebe Silke, lieber Wolfgang,

ich bin ja davon fasziniert, wie gekonnt ihr selbst das kleinste Kraut darstellt und präsentiert. Da wird selbst der Hopfen zum großen Darsteller!

Liebe Grüße, Brigitte